Ausgabe Nr.211 Motoryacht Granma

Kuba dürfte den meisten vielleicht durch die Zigarren, die Kubakrise im Kalten Krieg oder zumindest als den USA unmittelbar vorgelagerten Inselstaat in der Karibik in dem es sich heutzutage trefflich und (noch) preiswert „urlauben“ lässt, bekannt sein
Weniger bewusst ist die Tatsache, dass in Kuba immer noch Revolution herrscht. Zwar weichen die Fronten zwischen den USA und Kuba langsam auf, seitdem Fidel Castro nicht mehr Regierungsoberhaupt ist, aber diese Art von Marktwirtschaft und Politik, die wir von unserer Gesellschaft gewöhnt sind, wird in Kuba noch lange nicht Einzug halten. Viele der von Castro geschaffenen positiven Einflüsse im Zusammenleben der dortigen Bevölkerung werden mit wachsendem Einfluss des „Westens“ unwiederbringlich verloren gehen – ähnlich, wie in der jüngsten deutschen Vergangenheit. So hat Kuba z.B. - man lese und staune – das am besten und sozialsten entwickelte Gesundheitssystem sämtlicher nord- und südamerikanischer Staaten. Ob Kuba als einer der letzten wirklich „sozialistischen“ Staaten verblieben ist – das wollen wir den Meinungen Politologen überlassen.
Was die wenigsten Menschen der „westlichen“ Welt jedoch wissen ist, dass eine kleine Motoryacht – eigentlich nur eine Nussschale gegenüber den Schiffen, die hier sonst bei SMS dominieren –, mit der Castro, Che Guevara und ihre Mitstreiter sich auf die abenteuerliche, halsbrecherische Odyssee von Mexiko nach Kuba aufmachten, eines der wohl wichtigsten Hilfsmittel bei der Verwirklichung ihrer umstürzlerischen Ideen war!
Diese „Reise“, ihre Beweggründe und ihre Folgen, die sich bis heute auswirken, sollen hier thematisiert werden.



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