Ausgabe Nr.204 Schlachtschiff HMS Prince of Wales

Das japanische Kaiserreich machte Anfang der Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts immer mehr Anstalten, sein Territorium auf das asiatische Festland, seinen Halbinseln und vorgelagerten Inseln auszuweiten. Grund dafür waren die Sicherung des enormen Rohstoffbedarfes des aufstrebenden Inselreiches und die Erlangung der Kontrolle über seine Handelswege. Japans Machtstreben erstreckte sich bereits bis zum australischen Kontinent.

Dass dies von den alliierten Kräften bzw. Kolonialmächten nicht besonders gern gesehen und unmöglich tatenlos hingenommen werden konnte, lag auf der Hand. Britische, französische, niederländische Einflussbereiche waren bereits von den Japanern okkupiert worden oder sie standen auf deren Schwelle: Britisch Malaya [Malaysia], Französisch Indochina [Vietnam/Kambodscha], Holländisch Ostindien [Indonesien].

Die USA sahen sich durch die Ereignisse und Machtverhältnisse einerseits in Westeuropa und andererseits in Ostasien „in die Zange genommen“ und zunehmend aus ihrer neutralen Rolle gedrängt. Verschiedene Restriktionen wurden gegen Japan erlassen („Einfrieren“ der Konten usw.) und es galt, den Transportfluss zu den Kerninseln des Kaiserreiches aufzuhalten bzw. nachdrücklich zu stören.

Am 7. Dezember 1941 kumulierten die Ereignisse und Japan schlug zurück, legte die US-Pazifikflotte in Pearl Harbor vorübergehend lahm und verschärfte drastisch seine Expansionspolitik, denn für den kriegswichtigen Treibstoffnachschub aus Holländisch Ostindien gab es keine Alternative.

Der britische Verband „Force Z“, um den es hier geht, hatte nur einen Tag nach Pearl Harbor die Aufgabe, einen Nachschubgeleitzug der Japaner in Richtung des von ihnen eroberten Bangkok im Golf von Siam [Thailand] zu blockieren. Doch dieser Einsatz, der den britischen Stützpunkt Seletar/Singapur als Ausgangspunkt hatte, stand unter keinem guten Stern. Taktische Fehlentscheidungen, Falschmeldungen und mangelnde Einsatzbereitschaft britischer Flugzeugträger führten zu den hier geschilderten schlussendlich tragischen Ereignissen.





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