Ausgabe Nr.203 S.M. Schlachtschiff „Viribus Unitis“

Österreich-Ungarn war am Vorabend des Ersten Weltkrieges die achtgrößte Seemacht der Welt und besaß auch eine erfolgreiche Tradition. Sie war jüngeren Datums. 1864 hatte sich die Marine sogar um die gesamtdeutsche Sache verdient gemacht, als sie aus dem Mittelmeer kommend vor Helgoland der dänischen Marine eine Seeschlacht lieferte, deren Ergebnis bis heute zwischen den austragenden Parteien strittig ist. Zwei Jahre später ging es dann gegen Italien. Bei Lissa gelang dem Admiral Tegetthoff gegen einen zahlenmäßig überlegenen Gegner ein triumphaler Sieg. Vor Beginn des Ersten Weltkrieges konnte die k.u.k. Marine als erste Seemacht des Mittelmeeres ein Großkampfschiff in Dienst nehmen. Diese Schiffe waren besonders in der Anordnung der Hauptbewaffnung richtungsweisend. Insgesamt besaß die k.u.k. Flotte vier Großkampfschiffe. Trotz des sehr zurückhaltenden Einsatzes des Flottenkerns gingen in der Schlussphase des Krieges zwei Großkampfschiffe auf tragische Weise verloren. Die Sieger des Ersten Weltkrieges lösten die k.u.k. Monarchie auf. Jugoslawien erhielt zwar die Küstenländereinen der k.u.k. Monarchie, war jedoch nicht in der Lage, das Machtvakuum zur See auszufüllen.





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