Ein bisschen romantisch muss es immer in Österreich zugehen vor allem dann, wenn die Geschichte in der alten Monarchie spielt. Österreich-Ungarn war die einzige halbwegs friedlich funktionierende “multikulturelle Gesellschaft". “Tu felix Austria nube" Du glückliches Österreich heirate. Das war keine Lebensanweisung sondern ein Teil der k.u.k. Staatsraison. Realpolitisch war es wesentlich ergiebiger Land durch Heirat und spätere Erbfolge zu erwerben, als durch Krieg. Gefühle und das Menschenglück blieben dabei manchmal auf der Strecke. Solche Schicksale machten auch vor der Herrscherfamilie dem Hause Habsburg selbst nicht Halt.
Andererseits handelt unsere Geschichte diesmal von dem Versuch eines
U-Bootkommandanten in einen feindlichen Kriegshafen einzudringen und dort
gegnerische Hauptkampfschiffe zu versenken. Kommandant Egon Lerch scheiterte
an dieser selbstgewählten Aufgabe. Gegen Ende des Ersten Weltkrieges unternahm der deutsche U-Boot Kommandant Emsmann mit “UB 116" einen ähnlichen Angriff gegen Scapa Flow und scheiterte ebenso tragisch. Erst Günter Prien mit “U 47" glückte im Zweiten Weltkrieg ein solches Unternehmen (s. SMS-Nr. 28). Mit der vorliegenden Ausgabe ergänzen wir unsere Reihe über die k.u.k.
österreichisch-ungarische Marine (SMS-Nr. 58 Torpedobootzerstörer
“Scharfschütze", Nr. 95 Panzerfregatte “Erzherzog Ferdinand Max", Nr. 152
Rapidkreuzer “Helgoland"). Weiteres Material ist in Vorbereitung.