Die Deutsche Kriegsmarine stellte vor und während des Krieges sechs verschie- dene Zerstörertypen in Dienst. Die ersten Boote der Typen “1934 und “1934 A hatten unerprobte und unzuverlässige Maschinenanlagen. Zum ersten Typ gehörte Z 2 “Georg Thiele (s. SMS Nr. 165). Nunmehr wird hier die Geschichte von Z 7 “Hermann Schoemann erzählt, der zum nur geringfügig verbesserten Typ “1934 A gehörte. Mit dem Typ “1936 erhielt die Kriegsmarine Zerstörer, deren Maschi- nenanlagen zuverlässiger arbeiteten. Die darauf folgenden Boote der Typen “1936 A und “1936 A mob waren mit den schweren 15 cm Geschützen derart überladen, dass ihr Seeverhalten ausgesprochen mangelhaft war. Die letzten drei Zerstörer des Typs “1936 B waren wieder mit dem bewährten 12,7cm Geschütz bewaffnet, konnten aber wegen ihrer späten Indienststellung die Ostsee nicht mehr verlassen.
Neben den schlechten Seeeigenschaften der Zerstörer “1934 und “1934 A wa- ren die nie zuverlässig funktionierenden Maschinenanlagen das Haupthemmnis
für diesen Zerstörertyp. Die meisten dieser Zerstörer gingen 1940 in Narvik ver- loren und an den wenigen “überlebenden Booten hatte die Kriegsmarine wenig Freude. Um so mehr spricht es für das Maschinenpersonal, dass diese Zerstörer immer dann, wenn es wirklich darauf ankam, eben doch auslaufen konnten, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Z 7 “Hermann Schoemann wurde durch einen Maschi- nenschaden an der Teilnahme der Besetzung Norwegens und Dänemarks ge-hindert und war dann an der Versenkung des Kreuzers HMS “Edinburgh beteiligt, ging aber dabei selbst verloren. Das Schicksal dieses Bootes ist gewissermaßen eine Parabel.