In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges wurden die U-Boot-Einsätze der
Deutschen Marine zunehmend schwieriger. Einsätze à la Dönitzˊ “Wolfsrudel"-Strategie waren kaum noch möglich, denn die Alliierten verfügten immer mehr über verbesserte Ortungs- und Abhörmöglichkeiten. Aus den ursprünglichen “Tauchbooten" wurden “Unterwasserboote", die dank des
neu entwickelten Schnorchels immer länger unter der Wasseroberfläche
operieren konnten. Neue Antriebstechniken wurden entwickelt (“Walter"-Boote) - länger unter Wasser bleiben und schneller unter Wasser fahren, hieß die
Devise. Dennoch konnte die Versenkungsquote der Vorjahre nicht mehr erreicht werden. Ein Boot erteilte ein ganz besonderes Schicksal: “U 505" war bei seinen
Einsätzen im Vergleich zu den anderen besonders erfolglos ständige
technische Probleme, kaum noch “Beuteschiffe" im Einsatzgebiet, mehrmals
knapp der Vernichtung entgangen waren wohl die Ursache, dass sich der zweite
Kommandant das Leben nahm. So war das Boot während der restlichen Kriegszeit
eher als “Unglücksrabe" verschrien und wurde später als vermisst erklärt. Doch nach dem Krieg war in Deutschland das Erstaunen groß, als man erfuhr, dass “U 505" wohlbehalten in den USA vorzufinden war. Keine Information über “U 505" war bis dahin durchgesickert die Mannschaft war wohlbehütet von der Aussenwelt abgeschottet worden und alle Beteiligten der US-Marine waren zu striktem Stillschweigen verpflichtet worden: ein deutsches U-Boot, das der US-Navy in die Falle getappt und regelrecht gekapert worden war! "U 505" befindet sich heute im Museum of Science and Industry in Chicago.
Viele aufschlussreiche Hintergrundinformationen dazu finden Sie unter:
http://www.msichicago.org/whats-here/exhibits/u-505/