Ausgabe Nr.171 Leichter Kreuzer „Lamotte Piquet“

Frankreich hatte zu den Zeiten des König Ludwig und des Kaisers Napoleon versucht, Weltmacht zu werden.
"Weltmacht!" zu sein, bedeutet auch immer Seemacht zu behaupten. Davon war Frankreich zur Zeit der beiden Weltkriege weit entfernt. Bei beiden Waffengängen erwies sich die französische Militärmacht gegenüber anderen europäischen Mächten als unterlegen. Die Marine spielte nur eine untergeordnete Rolle. Im Ersten Weltkrieg waren Italien und Österreich-Ungarn die Konkurrenten (auch wenn Italien verbündet war) und im Zweiten Weltkrieg war wieder die italienische Kriegsmarine im Mittelmeer eine ernstzunehmende Kraft.
Zum Schutz seiner weit gedehnten Kolonien musste Frankreich zusätzlich zu seiner Marinepräsenz im Mittelmeer (gegen Italien) und im Atlantik (gegen Deutschland), Flottenverbände in fernen Osten und in Afrika unterhalten, um diese Besitzungen zu behaupten.
“Lamotte Picquet“, ein Leichter Kreuzer, zeigte im Januar 1941 in einem in Europa kaum beachteten Seegefecht auf Leben und Tod gegen einen überlegenen Gegner, dass Wille und Entschlossenheit, Tradition und Übungsroutine bei der Marine im Gefecht ihren Wert besaßen.
Getreu des Mottos des britischen Admirals Cunningham, der sagte: “Es hat drei Jahre gedauert, dieses Schiff zu bauen, aber dreihundert Jahre diese Tradition aufzurichten“, bewährten sich die französischen Marinesoldaten weitab von Frankreich in einem nur scheinbar aussichtslosen Gefecht und erwiesen sich der Tradition ihrer Vorfahren als würdig. Die Thailänder hingegen lernten damals, dass allein der Besitz einer modernen Flotte noch nicht die Gewissheit eines Sieges garantiert. In diesem Zusammenhang trifft Admiral Cunninghams obige These erneut zu.


Viele hochinteressante Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auch auf diesen (französischen) Webseiten:


http://lamotte.picquet.free.fr/

Wir möchten und ausdrücklich bei deren Betreiber bedanken!
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