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Nordsee ist Mordsee
heisst es unter Seeleuten.
Allein schon in der Deutschen Bucht, der Elbmündung und dort
am Großen
Vogelsand kann die See von einem Augenblick auf den anderen derartige
Urgewalten entfesseln, dass sich ihnen keine Art von Schiff
groß, klein,
altertümlich oder modern auch nur im Geringsten widersetzen
kann. Trotz
modernster Navigationstechnik, ausgeklügelter Wettervorhersagen
oder bester
nautischer Fähigkeiten den Wetterkräften ist niemand
gewachsen. Sie
schlagen urplötzlich und unbarmherzig zu und können ein
Schiff mit Mann und
Maus in kürzester Zeit auf den Meeresboden schicken.
Die zwei hier geschilderten Schiffsschicksale mögen dafür
als Beispiel
dienen Schiffe, wie sie unterschiedlicher nicht sein können:
Das eine, ein ganz normaler Tramp-Frachter, der schon alle Weltmeere
gesehen hatte, mit einer erfahrenen, eingespielten Crew und einem
alten Seebär als Kapitän, der jedoch unter Termindruck
stand und Fehlentscheidungen fällte,
die ihnen zum Verhängnis wurden.
Das andere war ein Signalschiff -ein sogenanntes Feuerschiff,
das keine
andere Aufgabe hatte, als ein- und ausfahrenden Schiffen in der
Elbmündung
den Weg zu weisen - mit armdicken Ketten fest verankert am Meersboden.
Doch auch hier konnte auch der beste Stahl nicht den Kräften
des Blanken Hans trotzen.
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