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Die kaiserlich-deutsche Marine
ging planungstechnisch und schiffsbaulich
andere Wege als die damals führende Seemacht Großbritannien.
Die deutsche Entscheidung, Linienschiffe und Schlachtkreuzer besser
zu
panzern und zu schützen und dafür geringere Geschwindigkeiten
und
Artilleriekampfkraft in Kauf zu nehmen erwies sich als richtig und
bescherte
der deutschen Hochseeflotte am 31. Mai 1916 vor dem Skagerrak einen
grandiosen Sieg allerdings nur taktischer Natur.
Andererseits war die deutsche Entscheidung, in der
Schiffskategorie
Torpedoboot/ Zerstörer auf die Schwerpunktwaffe Torpedo zu
setzen, falsch.
Die deutschen Boote waren artilleristisch unterbewaffnet und blieben
daher
den gesamten Krieg über ihren britischen Konkurrenten unterlegen.
Eine Ausnahme bildeten vier bei Kriegsbeginn
auf argentinische Rechnung im
Bau befindliche Zerstörer. Weiterhin konnten einige Zerstörer
unter
Verwendung von vorhandenen Plänen und vorgefertigten Teilen
(ursprünglich
für die russische Marine) fertiggestellte Zerstörer in
Fahrt gebracht
werden. Erst 1917 geplante aber nicht mehr fertig gestellte Torpedoboote
hätten im internationalen Vergleich als Zerstörer bezeichnet
werden können.
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