Ausgabe Nr.167 Kreuzer „Belfast“

In Europa sind kaum Kriegsschiffe aus der Zeit der beiden Weltkriege erhalten geblieben, während in den USA eine größere Anzahl von Schlachtschiffen und Flugzeugträgern als Museen vorhanden sind.
HMS “Belfast" ist die letzte “Überlebende" der einst so gewaltigen Royal Navy, die sich im Verein mit den US-Amerikanern im Zweiten Weltkrieg gegen Japaner, Italiener und Deutsche behauptet hat.

In den 20er und 30er Jahren ging der internationale Trend zum Bau kleinerer Kreuzer. Insbesonders Großbritannien förderte diese Entwicklung nach Kräften. Das Land hatte sich mit dem Ersten Weltkrieg finanziell übernommen. Der Sieg über das kaiserliche Deutschland war teurer geworden, als man gedacht hatte.

Die Flottenpolitik des aufstrebenden japanischen Kaiserreiches brachte eine Neuorientierung des Kreuzerbaus. Die "Mogami"-Klasse entwertete alle zuvor gebauten Kreuzer. Dieser Neubau war fast doppelt so kampfstark wie ihre Vorgänger. Die USA und Großbritannien mußten nachziehen. Immerhin war die Royal Navy so vernünftig, sich mit vier Drillingstürmen zu bescheiden. Die Aufstellung des fünften Turmes konnte ­ wie die us-amerikanischen und japanischen Konkurrenten zeigten ­ nicht optimal erfolgen. Diese Lehre aus der Zeit des Großkampfschiffes vor dem Ersten Weltkrieg wurde beherzigt. Bei den letzten beiden Kreuzern dieser neuen Art, HMS "Belfast" und HMS "Edinburgh", war erwogen worden, die Zahl der Geschütze durch Einführung des Vierlingsturms zu steigern. Dies unterblieb schließlich aus Terminschwierigkeiten. Aufgrund des Minentreffers in der Startphase des Zweiten Weltkrieges wurde HMS "Belfast" neben der Reparatur einem gründlichen Umbau unterzogen und war danach der stärkste Kreuzer der Royal Navy.



Fenster schliessen