Ausgabe Nr.161 USS „Essex“

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges rüsteten die Streitkräfte der USA radikal ab. Auch die meisten Schiffe der Marine waren "eingemottet", als am 25. Juni 1950 das kommunistische Nordkorea den Süden der koreanischen Halbinsel überfiel und fast das gesamte Land eroberte.
Noch vor den später eintreffenden Bodentruppen waren es Marine und Luftwaffe der südkoreanischen Verbündeten, die die geschlagene Armee unterstützten, um auch dem Vordringen des Kommunismus' in Südostasien Einhalt zu gebieten.
Der Korea-Krieg gilt als der "vergessene Krieg" der USA. Zeitlich ist er zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem Vietnamkrieg angesiedelt.
In den Zweiten Weltkrieg wurden die USA durch die bekannten Umstände förmlich "hineingedrängt", da eine Kriegserklärung innenpolitisch nicht durchsetzbar war. Der Vietnamkrieg wiederum stellt im nachhinein für die damalige militärische Führung der USA kein sonderliches Ruhmesblatt dar, denn es kam auf Seiten aller Kriegsparteien sowohl zu Kriegsverbrechen als auch zu menschlichem und militärischem Versagen, dessen Ausmaß und Brutalität diesen Waffengang in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem sogenannten "schmutzigen" Krieg machten.
In Korea hingegen standen die USA ihrem Verbündeten bei, brachten aber auch erhebliche Opfer. Im diplomatischen Sinne könnte dieser Krieg noch heute als ein vermeintlich "gerechter" Krieg von Seiten der USA bezeichnet werden.
CV-9 USS "Essex" war einer der 24 fertiggestellten Flugzeugträger der Klasse, deren Namensgeber das Schiff auch war, von denen eine große Anzahl ihre kriegerischen Spuren vor der Küste Koreas hinterließen.
Im späteren friedlichen Apollo-Weltraumprogramm der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wirkte der Träger entscheidend bei der Bergung der zur Landung auf dem Ozean gewasserten Raumkapseln und deren Besatzungen mit.


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