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Vor 100 Jahren lief die HMS "Dreadnought" vom Stapel
und läutete damit ein neues Zeitalter des Kriegsschiffsbaus
ein. Das Großkampfschiff entwertete mit einem Schlag alle
bisherigen Schlachtschiffe, die auch Linienschiffe genannt wurden.
Fast gleichzeitig begann Großbritannien aber auch schnelle
aber nur wenig gepanzerte Varianten des Dreadnoughts zu bauen. Diese
Battlecruiser - zu deutsch Schlachtkreuzer - sollten überraschend
zuschlagen können aber auch für die Aufklärung geeignet
sein. Nur das kaiserliche Deutschland und Japan folgten diesem Schritt.
Alle übrigen Seemächte glaubten, auf Schlachtkreuzer verzichten
zu können. Erst unter dem Eindruck der Kriegsereignisse entschlossen
sich auch andere Seemächte Schlachtkreuzer zu bauen. Hier bildete
Russland eine Ausnahme, das bereits vor 1914 ebenfalls den Schlachtkreuzerbau
aufnahm ohne einen einzigen später fertigzustellen.
SMS "Seydlitz" war der bekannteste deutsche Schlachtkreuzer.
Warum das so war lässt sich nicht sagen, denn er war nicht
der erste und auch nicht der stärkste deutsche Schlachtkreuzer
gewesen.
Vor 90 Jahren am 31. Mai 1916 fand dann das große Kräftemessen
zwischen der deutschen und britischen Flotte statt. Das Ergebnis
war eindeutig. Drei verlorenen britischen stand ein deutsches Großkampfschiff
gegenüber. Gleichwohl war der Sieg - soweit es Deutschland
betraf - nur taktischer Natur, denn auch nach der Schlacht blieben
die offenen Meere für deutsche Schiffe verschlossen.
Strategisch - das heißt langfristig - war Skagerrak aber für
die Briten eine schlimme Niederlage, denn das Treffen läutete
den Anfang vom Ende der weltumfassenden britischen Seeherrschaft
ein. Nach 1918 mußten sie die Seeherrschaft mit den USA teilen,
1945 trat Britannien als Seemacht erster Ordnung ab.
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