Ausgabe Nr. 134 US-Unterseeboot „S 51“

Ein Schiff ist im Meer, in einem Kanal oder Fluß gesunken. Für heutige Tauch- und Hebebetriebe ist dies keine große Herausforderung mehr, wenn das Schiff nicht zu tief liegt. Verschiedenste Methoden sind inzwischen entwickelt, ein Schiff wieder an die Wasseroberfläche zu bringen. Mit den schweren Tauchanzügen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und begrenzten Erfahrungen war dies ein abenteuerliches Unternehmen, wie die Hebung des amerikanischen U-Bootes S-51, die in dieser Ausgabe von SMS beschrieben wird, beweist. Monatelang arbeitete Kapitän Ellsberg mit seinen Männern draußen auf hoher See gegen tausend Widrigkeiten. Der erste Versuch mußte abgebrochen werden, als der Winter kam. Die kalten Monate nutzten die Taucher, um neue technische Möglichkeiten und Hilfsgeräte zu entwickeln und einsatzbereit zu machen. Im Frühjahr nahmen sie den Kampf gegen das nasse Element wieder auf. Sie bohrten unter dem Boot einen Tunnel, um die Hebeketten anzubringen, die immer wieder abrutschten. Sie stiegen in das Wrack. Immer wieder störten die Launen des Meeres das mühsame Werk, aber keiner der Beteiligten verlor den Mut. Erst als am Ende der Arbeiten, kurz vor dem erhofften Gelingen, durch ein Unwetter vieles wieder zunichte wurde, kam Resignation auf. Doch Kapitän Ellsberg sprach mit allen, munterte sie auf und motivierte sie erneut. Schließlich gelang am 22. Juni 1926 die Hebung.

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