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Ein Schiff ist im Meer, in einem Kanal oder Fluß gesunken.
Für heutige Tauch- und Hebebetriebe ist dies keine große
Herausforderung mehr, wenn das Schiff nicht zu tief liegt. Verschiedenste
Methoden sind inzwischen entwickelt, ein Schiff wieder an die Wasseroberfläche
zu bringen. Mit den schweren Tauchanzügen in der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts und begrenzten Erfahrungen war dies ein abenteuerliches
Unternehmen, wie die Hebung des amerikanischen U-Bootes S-51, die
in dieser Ausgabe von SMS beschrieben wird, beweist. Monatelang
arbeitete Kapitän Ellsberg mit seinen Männern draußen
auf hoher See gegen tausend Widrigkeiten. Der erste Versuch mußte
abgebrochen werden, als der Winter kam. Die kalten Monate nutzten
die Taucher, um neue technische Möglichkeiten und Hilfsgeräte
zu entwickeln und einsatzbereit zu machen. Im Frühjahr nahmen
sie den Kampf gegen das nasse Element wieder auf. Sie bohrten unter
dem Boot einen Tunnel, um die Hebeketten anzubringen, die immer
wieder abrutschten. Sie stiegen in das Wrack. Immer wieder störten
die Launen des Meeres das mühsame Werk, aber keiner der Beteiligten
verlor den Mut. Erst als am Ende der Arbeiten, kurz vor dem erhofften
Gelingen, durch ein Unwetter vieles wieder zunichte wurde, kam Resignation
auf. Doch Kapitän Ellsberg sprach mit allen, munterte sie auf
und motivierte sie erneut. Schließlich gelang am 22. Juni
1926 die Hebung.
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