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neben den beiden großen Katastrophen während der Aktion
"Rettung über See", besonders in der Zeit von Januar
1945 bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945, die die Schiffe "Wilhelm
Gustloff" und "General Steuben" betrafen, steht mit
der "Goya" ein weiteres Schiff, das Tausende in die Tiefe
riß, aber in den Geschichtsbüchern und auch zu Gedenktagen
nur selten erwähnt wird.
Die "Goya" wurde in Norwegen als schneller Frachter für
eine einheimische Reederei gebaut. Noch vor der Vollendung fiel
das Schiff während der Besetzung Norwegens in deutsche Hände.
Die Kriegsmarine dachte anfangs an eine Verwendung als schneller
Versorger für im Atlantik operierende Überwasserstreitkräfte.
Aber schon 1941 war die Zeit solch spektakulärer Aktionen mit
dem Untergang der "Bismarck" zu Ende. So kam die "Goya"
als Zielschiff für die 24. U.-Flottille zum Einsatz, die in
Memel stationiert war. Mehr als zwei Dutzend Offiziere erfuhren
Monat für Monat auf dem Schiff eine Spezialausbildung. Als
das Memelland im September 1944 geräumt werden mußte,
brachte die "Goya" Fracht und Menschen nach Westen, versorgte
mit anderen Schiffen den Kurland-Kessel bis zu seiner Räumung.
Im Februar 1945 erhielt das Schiff, das bis dahin unbewaffnet fuhr,
eine bescheidene Flugabwehr-Bewaffnung und eine kleine militärische
Stammbesatzung.
Im April 1945 schlug dem Schiff die letzte Stunde. Wladimir Konovalow,
Kommandant des russischen U-Boots "L3" lauerte mit seinem
Boot am Rande des Tiefwasserweges und wartete auf Beute. Von seinem
Vierer-Fächer trafen zwar nur zwei Torpedos. Aber sie reichten,
um das Schiff in kurzer Zeit auseinanderbrechen und sinken zu lassen
- Tausende Zivilisten und Soldaten mit in die Tiefe reißend.
2005 jährt sich auch diese Tragödie zum 60. Male.
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