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Wenngleich beim legendären Rennen um das "Blaue Band"
der schnellsten Atlantiküberquerung keine wirkliche Verleihung
dieses Bandes stattfand, die französische "Normandie"
überquerte, nachdem Sie die Stellung des schnellsten Schiffes
errungen hatte, mit einem 30 Meter langen blauen Band den Ozean.
Kapitän Pugnet hatte das Band schon vor der ersten Rekordfahrt
heimlich nähen lassen. Dabei hatte sich die französische
Reederei Compagnie Générale Transatlantique (CGT),
auch French Line genannt, bisher nicht am Blaue-Band-Rennen beteiligt.
Aber die staatliche Beteiligung am Bau der "Normandie"
machte das Schiff auch zu einem Prestige-Objekt.
Die "Normandie" übertraf die Schiffsdimensionen
ihrer Zeit. Mit genau 313, 75 Metern war sie das bis dahin längste
und mit 79.280 BRT das größte Schiff der Welt. Die immensen
Baukosten von 812 Millionen Francs waren ohne staatliche Hilfe nicht
aufzubringen. Was die "Normandie" ihren Passagieren bot,
war überwältigend. Pracht und Eleganz wohin das Auge im
Schiff schaute. Die Passagierdecks waren auf dem Achterdeck gestuft,
also terrassenförmig gestaltet, damit die Fahrgäste aller
Klassen einen freien Blick auf das Meer genießen konnten.
Das Theater hatte 380 Plätze. Selbst eine Kapelle für
die Andacht war vorhanden. Ein Luxushotel als Schiff gebaut!
Höhepunkte der "Normandie"-Atlantik-Passagen aber
waren die Wettkämpfe um das "Blaue Band" mit der
britischen "Queen Mary" mit wechselseitigen Siegen.
Am 9. Februar 1942 endete dieses schönste Schiff aller "Blaue-Band"-Renner
in einem Großbrand, dessen Hintergründe hier genau beschrieben
werden.
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